Sei einfach du selbst
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So findest du zu Deiner Persönlichkeit

„Mach ’s Dir selbst, besser geht ’s nicht“, sang einst Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß. Ihr Lied bezieht sich darauf, zur eigenen Persönlichkeit zu stehen. Indem Du Dir treu bleibst, sammelst Du Menschen, die Dich um deinetwillen lieben.

Vorwiegend junge Erwachsene fürchten sich, zu ihrer Individualität zu stehen. Sie glauben, sich der Masse anpassen zu müssen. Aus dem Gefühl der Zugehörigkeit schöpfen unsichere Personen Sicherheit. Allerdings besteht dadurch die Gefahr, persönliche Ansichten und Eigenarten zu verleugnen. Daraus entwickelt sich ein innerer Konflikt, der die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigt.

Halte an Deinen Eigenarten fest und stehe zu ihnen

Die eigenen Fehler akzeptieren und zur eigenen Person stehen – das hört sich vernünftig an. Oft setzen die Menschen dieses Verhalten aber nicht in die Tat um. Sie fürchten, ihre Umwelt reagiert auf ihre Schwächen mit Spott und Missachtung.

In einer Ellbogengesellschaft, in der Leistung zählt, erscheint diese Angst nicht unbegründet. Aufgrund dieser Furcht vor Ablehnung versteckst Du beispielsweise Dein inneres Wesen. Hältst Du auf Arbeit oder in der Öffentlichkeit mit Deiner Meinung hinter dem Berg? Passt Du Dich bei Deiner Kleidung der gängigen Mode an?

Liebe  dein ICH
Liebe dein ICH – Urheber: geralt / pixabay.com

Viele Menschen richten sich in ihren Handlungen und ihrem Denken danach, was „alle“ tun. Dabei bezeichnet der Begriff „alle“ die breite Masse. Fällst Du durch Deinen Musikgeschmack, den Modestil oder Deine Interessen aus dem Raster, erntest Du scheele Blicke. Diese gesellschaftliche Ausgrenzung stellt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ein Problem dar. Menschen gehören zu den sozialen Lebewesen, die Nähe und Anerkennung ihrer Artgenossen suchen. Fehlen diese, leidet Dein Selbstbewusstsein darunter.

Aus dem Grund beugen sich Männer und Frauen dem sozialen Druck. Indem sie sich der Mehrheit anpassen, verspüren sie ein Gefühl der Sicherheit. Gleichzeitig bleiben Beziehungen zu den Mitmenschen meist oberflächlich. Suchst Du einen Partner oder Freunde, die Dich aufgrund Deines Wesens wertschätzen, solltest Du zu Deiner Persönlichkeit stehen. Mit Stolz gehst Du Deinen Hobbys und Interessen nach. Dabei spielt es keine Rolle, was Kollegen, Nachbarn oder Mitschüler denken. Dein Wohlgefühl mit der Situation steht im Mittelpunkt.

Gesellschaftliche Anpassung führt zu körperlichen Beschwerden

Versuchst Du, Deine Individualität zu verleugnen, um Deinen Mitmenschen zu gefallen, kommt es auf lange Sicht zu gesundheitlichen Komplikationen. Deine Psyche hält der Belastung nicht stand. Der innere Kampf zwischen äußerer Anpassung und Deiner Persönlichkeit belastet Deinen Geist und Deinen Körper. Dadurch entstehen typische Erschöpfungssymptome. Beispielsweise leidest Du an:

  • Schlafstörungen,
  • Müdigkeit,
  • Konzentrationsschwäche,
  • Kopfschmerzen,
  • geistiger Ermüdung.

Ebenfalls klagen Betroffene über das Gefühl, sich in ihrer Umgebung fremd zu fühlen. Zwängst Du Dich in eine Rolle, die nicht Deinem Wesen entspricht, kommst Du Dich eingesperrt und gegängelt vor. Darauf reagiert Dein Organismus mit charakteristischen Stresssymptomen. Durch die Unzufriedenheit baust Du Methoden zur  Stressbewältigung auf. Beispielsweise gibt es Menschen, die dem äußeren Druck mit Appetitlosigkeit begegnen. Das seelische Unglück führt unter Umständen zum gegenteiligen Effekt: zu unkontrollierbaren Essattacken.

Daher passiert es oft, dass Menschen, die eine Rolle spielen, an Gewichtsschwankungen leiden. Ein reizbares Gemüt und Stimmungsschwankungen treten ebenfalls als Folge gesellschaftlichen Drucks auf.

Sei Du selbst: Individualität bedeutet Stärke

Die Mehrzahl der Menschen fühlt sich in der Masse stark. Aus dem Grund passen sie sich dem gängigen Standard an. Damit beweisen sie jedoch ihre Charakterschwäche. Es braucht Mut, um die eigene Persönlichkeit zu akzeptieren und nach außen zu präsentieren. Stellst Du Dich der Meinung Deiner Mitmenschen, zeigst Du Stärke. Du unterwirfst Dich nicht aktueller Mode oder einem Meinungstrend. Im Volksmund bedeutet das, Du schwimmst gegen den Strom.

Dieses Unangepasste bringt mehrere Vorteile mit sich. Beispielsweise erfährst Du, welche Freunde in schwierigen Situationen zu Dir stehen. Du bekommst die Möglichkeit, eigene Interessen und Vorlieben ohne den Einfluss anderer zu erkunden.

Lernst Du Deine Individualität kennen, fallen Dir unter Umständen bisher unbekannte  Talente und Fähigkeiten auf. Des Weiteren findest Du durch die Akzeptanz Deiner Persönlichkeit Deinen Platz in der Gesellschaft. Passt Du Dich an, ordnest Du Dich einem gängigen Trend unter. Deine Mitmenschen glauben dadurch, Du seist unterwürfig oder ein Mitläufer.

Setzt Du selbst Trends oder lebst nach Deinem eigenen Geschmack, beweist Du Deine Unabhängigkeit. Die Eigenständigkeit symbolisiert Kreativität und Selbstbewusstsein. Nonverbal sagst Du Deinem Umfeld, dass Du Dir eine eigene Meinung bildest und diese bei Bedarf verteidigst.

Individualität sorgt für eine farbenfrohe Welt

Besteht die Gesellschaft ausschließlich aus angepassten Menschen, fehlt das Besondere. Paradiesvögel, Rebellen und Außenseiter prägen eine freie und tolerante Umwelt. Fürchtest Du Dich vor der Ablehnung einer sozialen Gruppe – etwa Deiner Mitschüler – orientierst Du Dich beispielsweise an Berühmtheiten. Viele Künstler und Musiker kämpften in ihrer Jugend mit Anfeindungen und Ausgrenzung. Sie zeigten ihre Individualität und erzielten damit Erfolge.

Leidest Du unter scheelen Blicken oder spöttischen Bemerkungen Deiner Mitschüler oder Kollegen? Grundsätzlich betrifft die Ablehnung nicht Dich als Person. Sie bezieht sich auf Deine Andersartigkeit. Unsichere Menschen fürchten sich vor dem Fremden und Unbekannten. Deshalb lehnen sie es ab. Toleranz und Weltoffenheit hängt ebenfalls von den Erfahrungen und dem Bildungsstand Deiner Mitmenschen ab.

Wie stehst Du zu Deiner Persönlichkeit?

Selten kommt ein Mensch mit einem unerschütterlichen Selbstbewusstsein auf die Welt. Daher gilt es, den Stolz auf die eigene Individualität zu lernen. Um zu Deiner Persönlichkeit zu stehen, setzt Du beispielsweise Deine Meinung durch. Lehne Vorschläge, die Dir nicht gefallen freundlich aber bestimmt ab. Beantwortest Du Anliegen Deiner Mitmenschen mit einem klaren „Nein“, beziehst Du Stellung. Dadurch baut sich Dein Selbstbewusstsein auf.

Vorwiegend kommt es darauf an, dass Du Deine eigene Meinung bildest. Dafür beachtest Du Deine Interessen und Bedürfnisse. In einer Gesellschaft kommt es auf das Miteinander an. Allerdings bedeutet das nicht die zwingende Unterordnung an jeden Trend. Inzwischen fällt es Jugendlichen und Erwachsenen leichter, ihre Persönlichkeit auszudrücken. Durch die sozialen Netzwerke sowie die Medien finden sie Gleichgesinnte und Vorbilder. Das gibt ihnen das Gefühl, nicht allein zu sein.

In einer funktionstüchtigen Gemeinschaft herrscht ein Motto vor: „Leben und leben lassen“. Authentische und mutige Menschen schätzen ihre Individualität. Im Gegenzug akzeptieren sie die Eigenheiten ihrer Mitmenschen. Dadurch entsteht ein freies und tolerantes Umfeld, das Dir und kommenden Generationen die Möglichkeit zur kreativen und geistigen Entwicklung gibt.