Maria Montessori

Maria Montessori – 15 Zitate einer Vordenkerin

Maria Montessori gehört zu den bedeutendsten Frauen im 19. und 20. Jahrhundert. Als erste Italienerin mit einem Abschluss in Medizin prägte sie das zukünftige Frauenbild mit.

Aufgrund ihrer vielseitigen Bildung kam Montessori zu Einsichten, die über den Erkenntnisstand ihrer Zeit hinausreichten. Ihre Zitate gelten bis in die Gegenwart als aktuell und wegweisend. Speziell auf das heutige Bildungswesen treffen viele der Weisheiten zu.

Neben ihrem späteren Wirken als Ärztin betätigte sie sich als: Psychiaterin, Psychologin, Philosophin, Anthropologin, Biologin, Pädagogin und Wissenschaftlerin.

Montessori fordert den respektvollen Umgang mit Kindern

Maria Montessori revolutionierte das Bildungssystem. Mit ihren kreativen Lösungsansätzen durchbrach sie die Strenge der damaligen Zeit. Dadurch bekamen ihre pädagogischen Richtlinien weltweit großen Einfluss.

Inzwischen wenden wir die Vielzahl ihrer Weisheiten tagtäglich an. Dabei wissen die wenigsten Menschen, dass sie das Konzept des Lernens durch Zuspruch Montessori verdanken.

In den Zitaten der Italienerin zeigen sich ihre Wertvorstellungen und ihr Verständnis von Erziehung. Sie vertrat die feste Überzeugung, Kinder mit Liebe und Respekt auf das Lernen und das Leben vorbereiten zu können.

Beispielsweise trat sie für eine Balance zwischen schulischem Ernst und Spiel ein. In ihrer Erziehungsmethode erhielten Bewegung und Ausgelassenheit einen hohen Stellenwert:

1. „Wir bewegen uns nicht, um besser zu atmen oder uns zu ernähren, sondern um der spirituellen und universellen Welt zu dienen und damit dem Leben zu helfen.“

Des Weiteren setzte sich Maria Montessori für die Unabhängigkeit des Einzelnen ein. Zu den bekanntesten Zitaten aus ihrem Mund zählt:

2. „In Wahrheit ist der, der bedient wird, in seiner Unabhängigkeit eingeschränkt. Dieses Konzept begründet das Fundament des würdevollen Menschen der Zukunft: ‚Ich möchte nicht bedient werden, weil ich nicht unfähig bin.‘ Dieses Ideal muss erst erreicht werden, bevor sich die Menschheit wirklich frei fühlen kann.“

Montessori vertrat die Überzeugung, dass eine übermäßige Hilfestellung Kindern schade. Sie verlernen dadurch die Selbstständigkeit. Dies drückte sie auch folgendermaßen aus:
3. „Eine unnötige Hilfe ist nur eine Hürde für die Entwicklung.“

 

4. „Hilf mir, es selbst zu tun.“

 

5. „Das Leben anzuregen – und es sich dann frei entwickeln zu lassen – hierin liegt die erste Aufgabe des Erziehens.“

 

Die enge Beziehung zwischen Erziehung und Freiheit drückte Montessori in mehreren Weisheiten aus. Eine gute Entwicklung führe ein Kind, sofern es sich frei von äußerem Druck entfaltet. Daher zählen Unabhängigkeit und Selbstständigkeit zu den Werten, welche die Italienerin weiterzugeben gedachte.

Sie sagte:
6. „Entwicklung ist wie ein Flug in Richtung wachsender Unabhängigkeit. Sie fliegt wie ein Pfeil geradeaus, schnell und zuverlässig.“

Montessori setzt sich für die Gleichberechtigung von Kindern ein
Bei diesen Lernprozessen erweist sich der Lehrer als relevanter Ratgeber. Er stützt die Schüler, ordnet sie aber nicht seiner Person unter. Demnach bestehe die Aufgabe des Lehrkörpers darin, die Lernenden zur Unabhängigkeit zu erziehen.

7. „Er (der Lehrer) muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann.“

 

8. „Der größte Erfolg eines Lehrers ist es, sagen zu können, dass seine Schüler arbeiten, als wäre er nicht da.“

 

Maria Montessori hielt die Bildung für einen entscheidenden Faktor, der zur Veränderung der Welt beiträgt. Dabei befand sie es wichtig, Kindern das Verständnis der persönlichen Macht zu lehren. Durch ihr individuelles Verhalten tragen sie dazu bei, die Geschichte positiv zu beeinflussen. Diese Überzeugung hielt sie in einem ihrer schönsten Zitate fest:
9. „Hilfe und Erlösung kommen durch die Kinder, denn Kinder erschaffen die Welt.“

 

10. „Bildung am Lebensanfang könnte die derzeitige und zukünftige Gesellschaft wirklich verändern.“

Damit ihnen dies gelingt, brauchen die Sprösslinge jedoch eine geeignete Umgebung. Daher glaubte die Pädagogin:
11. „Nicht das Kind sollte sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen.“

Maria Montessori sah Kinder als Erbauer neuer Welten an. Durch ihren Einfluss könne sich die Realität verändern. Damit der Nachwuchs die Entwicklung der Welt positiv beeinflusst, braucht er Bildungschancen. Einzig diese Bildung sah die Wissenschaftlerin als Instrument, um große Veränderungen auf Dauer zu ermöglichen.

Montessori glaubte an das Selbstbewusstsein der Kinder

Zu den relevanten Faktoren der pädagogischen Methoden von Maria Montessori zählt die Unterstützung des Kindes. Dabei forderte sie, den Sprösslingen im Umgang mit der Welt Rückhalt zu bieten. Kinder lernen nicht, ihren eigenen Weg zu gehen, wenn sie ihre Umgebung lediglich beobachten. Sie sammeln Erfahrungen, indem sie Kontakt mit ihren Mitmenschen und der Umwelt aufnehmen. Daher obliegt es Eltern und Lehrern, den Kindern das Erforschen der Umgebung nahezubringen.

Als Elternteil ermutigst Du beispielsweise Deinen Nachwuchs, neue Erfahrungen zu sammeln. Bei diesem Prozess unterschied Maria Montessori kaum zwischen der geistigen und der physischen Welt. Sie glaubte an eine Ergänzung zwischen Körper und Geist. Diese Erkenntnis fasste sie in diesem Zitat zusammen:

12. „Wenn wir festlegen, dass die physische Welt auf der einen und die geistige Welt auf der anderen Seite liegt, dann durchbrechen wir einen Kreislauf und das Handeln des Menschen bleibt geistlos.“

Mit diesen Worten drückte sie ihren Glauben von Bildung als Wesensprozess aus. Laut Montessori bringe ein wacher Geist wenig, wenn sich dahinter kein Individuum versteckt. Daher empfand sie es als wichtig, die Kinder direkt als Persönlichkeiten zu fördern. Beim Lernen ging es ihr nicht um die reine Vermittlung von Wissen. Sie legte ebenfalls Wert auf:
• Liebe,
• Ethik,
• Respekt.

Daher vertrat sie die Ansicht:

13. „Die beste Anweisung ist eine, die mit möglichst wenigen Worten auskommt.“

Kinder lernen durch Nachahmung. Erhalten sie den Zuspruch der Eltern und Lehrer, baut sich ihr Selbstbewusstsein auf. Daher empfand Montessori Lob wichtiger als Kritik. Sie äußerte sich auf diese Weise:

14. „Wenn Du ein Kind zu oft kritisierst, wird es lernen, über andere zu urteilen. Wenn Du es regelmäßig lobst, wird es lernen, wertzuschätzen.“

Demnach merken sich Deine Sprösslinge, was Du ihnen vermittelst und legen ihr späteres Handeln darauf aus. Montessori wusste, dass eine fördernde Erziehung das Selbstwertgefühl stärkt. Dadurch entwickeln sich die Kinder zu eigenständigen Persönlichkeiten, die Engagement zeigen.

Dadurch profitiert die gesamte Umgebung, denn:

15. „Was Kinder betrifft, betrifft die Menschheit.“