Gedanken stoppen
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Warum ständiges grübeln schadet und wie ich Grübelei stoppen kann

Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Diese und ähnliche Aussagen hörst Du immer wieder. Selbst wenn viele Leute nach außen fröhlich und unbeschwert wirken, kann dies, wenn sie alleine sind, ganz anders sein.

Niemand stellt seine Ängste und Nöte gerne zur Schau. Doch in unbeobachteten Momenten fangen die Gedanken an sich im Kreis zu drehen, und gerne wird dann in ständiges Grübeln verfallen.

Nicht nur weil es die persönliche Lebensqualität immens einschränkt, sondern weil es dazu noch die Gesundheit gefährdet, ist die Grübelei zu stoppen.

Gedankenkarussell – Wenn die Seele leidet und die Gesundheit bröckelt

Machen wir uns nichts vor, auch Du kennst diese schlaflosen Nächte, in denen Dich Deine Sorgen wachhalten. Die Tage scheinen grau und trüb, und nichts vermag Dich aus diesem seelischen Tief herauszuholen.

Du verspürst keinerlei inneren Antrieb und möchtest Dich einfach nur verkriechen. Vielleicht, um Dich ein wenig Selbst zu bedauern, oder einfach nur um die Welt auszusperren. Du willst über die Situation nachdenken, sie bewerten und bestenfalls sogar sofort lösen.

Doch so einfach ist das nicht. Ganz im Gegenteil. Zu den bereits bestehenden Schwierigkeiten riskierst Du jetzt auch Deine Gesundheit.

Denn was passiert, wenn Du in ständiges Grübeln verfällst?

  1. Du wirst nervös, eine innere Unruhe ergreift von Dir Besitz und kann beispielsweise zu Magenproblemen führen.
  2. Du kannst nicht schlafen, wirkst übernächtigt und kannst Dich auf nichts mehr konzentrieren. Der Schlafmangel zehrt an Deinem Nervenkostüm.
  3. Du bist leichter reizbar, stößt Freunde oder Deine Familie mit Deiner Aggressivität vor den Kopf und verlierst soziale Kontakte.
  4. Du steigerst Dich in Deine Sorgen hinein, was letztlich auch bis zu ernsthaften Krankheiten führen kann, vor allem Herz und Kreislauf leiden unter der Situation. Doch auch depressive Schübe sind Folgen von andauerndem Grübeln.
  5. Du bist einer erhöhten Suchtgefahr ausgesetzt, viele Alkohol- und Drogenkonsumenten greifen auf die Suchtmittel zurück, um die Alltagssorgen auszublenden.

Schluss mit der Grübelei – so stoppst du das Gedankenkarussell!

Mit Recht wirst Du jetzt denken, dass es nun mal nicht so einfach ist, die Grübelei zu stoppen. Das hat auch niemand behauptet. Aber Du wirst zugeben müssen, dass Du noch nicht ernsthaft versucht hast, damit aufzuhören oder die Thematik in den Griff zu bekommen.

Doch wenn Du wieder mehr Freude an und in Deinem Leben haben möchtest, wäre es sicher an der Zeit, Dich richtig ins Zeug zu legen, um ständiges Grübeln zumindest zu reduzieren. Mit ein paar kleinen Tipps kannst Du ganz schnell nennenswerte Erfolge erzielen, um wieder mit mehr Elan durch die Welt zu gehen. Was Du dafür tun musst, kannst Du hier nachlesen.

5 Ansätze um deine Grübelei zu beenden

1.) Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied

Das alte Sprichwort strotzt nur so vor Wahrheitsgehalt. Denn wer seine Probleme lösen möchte, der muss sie erst einmal angehen. Es ist ein ungeschriebenes Geheimnis, das Menschen dazu tendieren, ihre Sorgen auf die lange Bank zu schieben. Sie fürchten sich davor ein klärendes Gespräch zu führen oder andere Schritte einzuleiten, die helfen könnten.

Meist ist das so, weil das Angehen von Schulden, Beziehungsproblemen oder Streitigkeiten in Familie oder am Arbeitsplatz eine vorausschaubare unangenehme Situation beinhaltet. Der Wunsch diese zu umgehen, ist übermächtig. Doch Probleme lösen sich nicht in Luft auf, und Du musst den ersten Schritt in die richtige Richtung tun. Für Dein eigenes Seelenheil und Deine Gesundheit.

2.) Vergrabe Dich nicht – geh raus!

Es ist so simpel, wie es hier steht: Du kannst die Grübelei nicht stoppen, wenn Du zu Hause in den vier Wänden eingeschlossen bist. Auch wenn Dir Dein Wohnraum wie eine kleine Oase des Rückzugs erscheint, wirkt diese beengend und drückend, ohne dass Du es tatsächlich wahrnimmst.

Dass Du diesen Rückzugsort verlassen sollst, heißt nicht, dass Du wilde Partys feier musst, aber so ein kleiner Spaziergang wirkt manchmal einfach Wunder und beruhigt. Übrigens ist Sport auch eine gute Möglichkeit, sich abzulenken, und gleichzeitig tust Du noch etwas für Deine Gesundheit.

3.) Schweigen ist nicht immer Gold

Schäme Dich nicht für Deine Sorgen und Ängste. Du bist nicht der einzige Mensch der Welt, den etwas belastet. Ganz im Gegenteil, doch niemand will über seine Probleme reden. Die Angst, verlacht und verachtet zu werden, ist übermächtig. Mache den ersten Schritt, denn

Deine Umwelt kann nicht wissen, was Dich bedrückt, und schon gar nicht, wie sehr es Dich fertigmacht. Suche Dir eine Vertrauensperson und schütte ihr Dein Herz aus. Geteiltes Leid ist nun mal halbes Leid, und Du wirst sehen, dass es Dir nach so einem Gespräch gleich etwas besser geht.

4.) Schreib Dir die Angst von der Seele

Gedanken zu Papier zu bringen hat schon vielen Menschen geholfen. Warum nicht auch Dir? Fange an, Tagebuch zu schreiben. Hier kannst Du Zwiegespräch mit Dir selbst halten, über Deine Ängste berichten oder Stück für Stück Deine Sorgen aufzeichnen.

Was Dir jetzt banal vorkommt, kann eine große Entlastung in schlaflosen Nächten sein. Wenn ständiges Grübeln Dir den Schlaf raubt, dann setzt Dich hin, und schreibe alles, was Dich in diesem Moment bewegt auf.

5.) Nicht nur die Seele entrümpeln

Nein, es reicht nicht, nur den eigenen Geist aufzuräumen. Wenn Du die Grübelei stoppen willst, dann geht das mit ganz normaler Hausarbeit auch. Beginne aufzuräumen, miste Schubladen aus oder ordne Deinen Schreibtisch. Es wird Dich auf andere Gedanken bringen und vielleicht zaubert Dir auch der eine oder andere Fund ein Lächeln ins Gesicht.

Sicher muss jeder seinen ganz eigenen Weg finden, um mit seinen Sorgen fertig zu werden. Möglichkeiten der Ablenkung gibt es viele, Du musst sie nur annehmen. Halte Dir immer vor Augen, dass jedes Problem lösbar ist.

Manche Situationen lassen sich nicht so leicht verbessern, aber mit Geduld und der Hilfe von einem Dir nahestehenden Menschen wird es stetig bergauf gehen. Wenn Du jedoch merkst, dass Du mit diesen Tipps nicht wirklich weiterkommst, dann solltest Du Dir professionelle Hilfe suchen. Denn hier geht es um Dein Leben und um Deine Gesundheit.