Das Leben nach dem Tod – Die Regenbogenbrücke

Wir alle kennen den Ausspruch „… über die Regenbogenbrücke gehen“, meist verwenden wir ihn wenn ein geliebtes Tier oder ein Mensch verstorben ist, aber was bedeutet dieser Spruch und „Was ist die Regenbogenbrücke“

Die Bifröst, die Regenbogenbrücke ist ein Transitsystem, das von Asgardianern benutzt wird. Der Legende nach nutzen Odin und sein Gefolge diese Einrichtung, um von Asgard oder einem anderen beliebigen Ort, alle anderen Planeten und Sonnensysteme zu erreichen.
Wie geht das mit der Regenbogenbrücke

Der Regenbogenbrücke wird Bifröst, auch Byfröst oder Bifrost genannt, sie ist eine Kraft, die in den Farben des Regenbogens sichtbar wird.

Diese Energie ist in der Lage Portale ähnlich einem Wurmloch zu schaffen. So können binnen Sekunden Menschen und Objekte über Millionen von Lichtjahre hinweg transportiert werden.

Fakten zur Brücke wie ein Regenbogen

  1. Die Regenbogenbrücke ist eigentlich kein Bauwerk im herkömmlichen Sinn, sondern eine Kraft, die für Transporte genutzt wird.
  2. Gespeist wird der Bifröst von den göttlichen Energien aus dem Inneren von Asgard.
  3. Das Transportmittel wird auch Regenbogenbrücke genannt, weil die Energie in den Spektralfarben erstrahlt.
  4. Bedient wird der Bifröst durch den Gott Heimdall, dessen Schwert als Schlüssel und Richtungsweiser Wege öffnet oder versiegelt.
  5. Die Regenbogenbrücke ist eine nahezu unverwüstliche Struktur, die aber im Laufe der Geschichte mehrfach zumindest teilweise demoliert wurde; immer durch andere Götter während einer Notsituation.

Wo wurde der Bifröst erstmals erwähnt?

In der nordischen Mythologie ist Bifröst eine brennende Regenbogenbrücke, die zwischen Planeten wie Midgard (die Erde) und Asgard, dem Reich der Götter, eine Verbindung herstellt.

Die Brücke ist als Bilröst in der Poetischen Edda bezeugt. Die Edda wurde im 13. Jahrhundert aus früheren traditionellen Quellen zusammengestellt. Als Bifröst wird sie in der Prosa Edda beschrieben. Diese wiederum ist ein Werk von Snorri Sturluson, der ebenfalls im 13. Jahrhundert lebte. Außerdem taucht der Bifröst mehrfach in der Poesie von Skalden auf. Sowohl die Poetische Edda als auch die Prosa Edda bezeichnen die Brücke auch als Ásbrú.

Nach der Prosa Edda endet die Brücke im Himmel bei Himinbjörg, der Residenz des Gottes Heimdall, der sie vor dem Jötnar, dem ärgsten Feind Asgards bewacht.

Die Zerstörung der Brücke während Ragnaröks durch die Kräfte von Muspell ist eine der legendenhaften Prophezeiungen um die Regenbogenbrücke. Wissenschaftler vermuten, dass die Brücke Bifröst ursprünglich eine Beschreibung der Milchstraße war. Die Geschichte darum hat sich verselbstständigt, wodurch eine eigene Welt mit Göttern und deren Feinden entstanden ist.

Andererseits gibt es unübersehbare Parallelen zu einer anderen Brücke aus der nordischen Mythologie. Allerdings ist die legendäre Gjallarbrú schon wieder eine andere, nicht weniger aufregende Geschichte.

Die Stellung der Regenbogenbrücke in unserer modernen Zeit

Als der Designer von Star Trek Raumschiff Enterprise, als Gene Roddenberry gefragt wurde, warum er das Beamen erfunden habe, erklärt er, er habe keine Ahnung, wie man ein derart riesiges Raumschiff landen soll.

Das vor allem Transportmittel in den letzten Jahrhunderten unaufhaltsam und rasant weiterentwickelt wurden, wirst du nicht bestreiten können. Goethe brauchte einst für seine „Italienische Reise“ über zwei Jahre.

Die gleiche Tour kannst du heute mit dem Flugzeug und verschiedenen Hotels inklusive Flughafenshuttle in nur 12 Tagen bewältigen und als Kulturreise bei namhaften Anbietern buchen. Während das erste Fluggerät der Gebrüder Wright nach wenigen Metern landete, fliegen heute modernste Maschinen nonstop um unseren Planeten – und Züge erreichen Geschwindigkeiten nahe der Schallmauer.

Doch ganz ehrlich – das ist alles nicht wirklich sensationell, vergleicht man all diese technischen Entwicklungen mit der Regenbogenbrücke. Die wurde immerhin vor rund 1.000 Jahren oder früher erfunden, zumindest mythologisch.

Der Bifröst war für die nordischen Völker so selbstverständlich, wie das atmen und die Relativitätstheorie für Albert Einstein. Vor allem in der Kultur der Wikinger spielten diese Sagen eine bedeutende Rolle. Die Stärke der Nordmänner lag in der Gewissheit, dass wenn sie sich als unerschrocken, selbstlos und kämpferisch erweisen, reist ihre Seele via Bifröst nach Walhalla, wo „nur die Mutigen bis in alle Ewigkeit leben“.

Aus diesem Grund hatten die Wikinger keinerlei Angst zu sterben, im Gegenteil. Aus alten Runenschriften ist bekannt, dass einige Krieger und sogar Könige bisweilen die Sehnsucht nach dem Tod äußerten; der sollte sie selbstverständlich im Kampf und auf ehrenhafte Weise ereilen. Mit dieser Grundeinstellung wurden die Wikinger zu dem Krieger- und Entdeckervolk, das in ganz Europa und darüber hinaus gefürchtet war und hohen Respekt genoss.

Immer wieder versetzten Funde dieser Männer und Frauen mit den gehörnten Helmen Wissenschaftler in Erstaunen. Beispielsweise, als Archäologen die Geschichte um die Entdeckung Amerikas umschreiben mussten.

Es ist heute eine gesicherte Erkenntnis, dass die Wikinger gut 500 Jahre vor Christopher Kolumbus bereits in Nordamerika waren. Nicht per Regenbogenbrücke, sondern mit ihren schlichten Booten. Gesegelt über 9.000 Kilometer von Skandinavien bis in das Gebiet, in dem heute die Grenze zwischen den USA und Kanada verläuft.

Die Regenbogenbrücke und die Marvel-Studios

Ein Geniestreich gelang den Marvel-Studios, die auch mit Verfilmungen von Spiderman, Iron Man und den Avangers die Kinosäle füllen. Die Kreativzentrale des ursprünglichen Comic-Hefte-Produzenten adaptierte die Legende um Asgard.

Einige Hauptfiguren wurden mit bekannten Schauspielern besetzt oder junge Talente wurden zu Leinwandhelden erhoben. Der nahezu mustergültige Held Thor, der durch kleine Fehler liebenswert wird, steht im Zentrum der Handlung. Sein manchmal ehrenwerter, dann wieder verabscheuungswürdiger Bruder Loki spielt den Partner oder den Widersacher. Und im dritten Teil lernen die beiden Ihre vor ihnen geborene Schwester Hela kennen – die Göttin des Todes, die ganz sicher mit Angelina Jolie perfekt besetzt gewesen wäre.

Über allem schwebt das gute Gewissen in Gestalt von Gottvater Odin, der in jeder Folge reichlich einstecken muss. Marvel hat es verstanden die bestehenden Legenden auszuschmücken und der modernen Zeit anzupassen, ohne den Inhalt zu sehr zu verfälschen.

Dabei war letztendlich die Regenbogenbrücke Bifröst eine willkommene Hilfe. Denn weder Star Wars noch Star Trek können mit einer derart innovativen und so rasant schnellen Transportanlage aufwarten.

Wie funktioniert die Regenbogenbrücke?

Die Bifrost-Brücke besteht aus zwei physischen Strukturen, die beide vor den Toren von Asgard zu finden sind. Eine davon ist das Observatorium und zugleich die Schaltzentrale, in der Heimdall mit seinem riesigen Schwert seiner Pflicht nachkommt. Die zweite Struktur ist die Regenbogenbrücke selbst.

Zusammen bilden sie eine gewaltige Maschine, die Energie von Asgard zu den Portalen transportiert. Diese Tore werden von Heimdall bewacht und verteidigt. Er verwendet sein Schwert, um einen Transport zu ermöglichen. Dazu führt er die Klinge in einen Spalt im Boden des Observatoriums. Durch Drehen oder Neigen dieses skurrilen Schlüssels kann er Wege kombinieren und Reisen binnen Sekunden möglich machen.

Darüber hinaus kann Heimdall Energie aus dem Zentrum von Asgard nutzen, um diese wie in Raumschiff Enterprise als Traktorstrahl einzusetzen. Dazu lenkt er den Strahl der Regenbogenbrücke auf jedem beliebigen Planeten auf ein Objekt oder ein Lebewesen. Das Transportgut wird angesaugt und so via Bifröst nach Asgard oder einen anderen Ort verbracht.

Überdies ist der Bifröst eine Waffe. Odins zwielichtiger, asozialer und psychopathischer Sohn Loki hatte einst versucht, Jotunheim zu zerstören. Dazu musste er nur das Portal lang genug geöffnet halten, denn kein Planet kann auf Dauer einen derart massiven Energiestrahl unbeschadet überstehen.