Zitate über das Loslassen und warum es wichtig ist

Oft befinden wir uns in Situationen, die nicht unseren Wünschen entsprechen. In diesen fühlen wir uns unsicher und unglücklich. Wir wünschen uns, diese negativen Gefühle loslassen zu können. Halten wir an ihnen fest, sickern sie in unseren Alltag und bremsen unsere Entwicklung im Leben. Dieser emotionale Stress beeinträchtigt unser Selbstwertgefühl und wir distanzieren uns von uns selbst. Erkennst Du Dich in einer solchen Situation wieder, helfen Dir Zitate über das Loslassen. Sie verschaffen Dir einen neuen Blickwinkel und unterstützen Dich dabei, Dein Unterbewusstsein zu klären.

1. „Wer loszulassen vermag, siegt noch, wo er aufgibt.“

Dieser Satz stammt von dem deutschen Aphoristiker Peter Rudl. Er macht deutlich, dass das Festhalten an einer Situation Dich schwächt. Du fühlst Dich in negativen Gedankenstrukturen gefangen. Kommt es im Leben zu Misserfolgen, die Du Dir wiederholt vorwirfst, schwächst Du Dein Selbstwertgefühl nachhaltig. Akzeptierst Du die Situation und lässt Zweifel und Ärger los, fühlst Du Dich frei. Du erhältst die Kraft, neu anzufangen und auf das nächste Ziel hinzuarbeiten.

2. „Wer Leben ins Leben bringen will, muss das Festhalten-Wollen aufgeben.“

Die von Ernst Ferstl stammende Lebensweisheit zeigt, dass Festhalten der Stagnation gleichkommt. Verbeißt Du Dich in eine Situation, verlierst Du den Blick für neue Chancen im Leben. Du trittst auf der Stelle, ohne voranzukommen. In der Folge beeinträchtigst Du Deinen Erfolg und Deine Gesundheit. Befindest Du Dich in einer Lebenssituation, in der Du krampfhaft an etwas festhältst, fokussierst Du Dich auf ein unlösbares Ziel. Du schadest Dir körperlich und geistig. Durch das Festhalten spürst Du ein Gefühl der Verletzbarkeit, aus der Verlustangst resultierend, sowie:

  • Psychosomatische Beschwerden,
  • Selbstablehnung,
  • Suchtverhalten sowie
  • Wut- und Angstgefühle.
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Körperliche Begleiterscheinungen bestehen in Gedankenkreisen und Grübeln. Das führt unter Umständen zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie einer depressiven Verstimmung. Erleichterung erfährst Du, wenn Du dem Leben seinen Lauf lässt. Gib die Situation frei, um Deinen Kopf für neue Herausforderungen zu klären. Sobald Du Dich erneut auf Dich und Deine Ziele konzentrierst, bringst Du neuen Schwung ins Leben. Du profitierst von Motivation und einem gestärkten Selbstbewusstsein.

3. „Was man liebt, soll man nicht halten.“

Diesen berühmten Satz prägte Napoleon I. Bonaparte. Du kennst den Spruch in verschiedenen Variationen, die alle eine Bedeutung aufweisen: Liebe ist Freiheit. Hältst Du jemanden, den Du liebst, fest, engst Du ihn ein. Du nimmst ihm die Freiheit und schnürst ihm sprichwörtlich die Luft zum Atmen ab. Aus der Liebe entwickelt sich eine Art Besitzgier. Fühlt sich Dein Partner von Dir unterdrückt, sehnt er sich nach freier Entfaltung. Ihr entfernt euch voneinander, sodass die Liebe unter Umständen abflacht und verklingt.

Gibst Du Deinen Liebsten die Freiheit, sich zu entfalten und eigene Wege zu gehen, zeigst Du Dein Vertrauen. Du gibst Deiner Wertschätzung Ausdruck.

4. „Der Tag ist vorbei. Die sinkende Sonne macht Mut zum Loslassen.“

Liest Du Zitate über das Loslassen, gehören diese Worte von Ernst Ferstl zu den erinnerungswürdigen. Ein Sonnenuntergang bezeichnet einen Abschluss. Obgleich er schön aussieht, zieht er unwillkürlich die Dunkelheit nach sich. Das Loslassen bezieht sich nicht zwingend auf negative Ereignisse. Vielen Menschen fällt es schwer, schöne Dinge – beispielsweise eine vergangene Liebe – loszulassen. Sie halten an der Schönheit fest, weil sie sich vor der folgenden Leere fürchten.

Ihr Leben stagniert durch das Festhalten an Vergangenem. Um sich einem neuen Lebensabschnitt zuzuwenden, hilft teilweise ein Symbol für den Abschluss. Die untergehende Sonne versinnbildlicht dieses Loslassen aufgrund des einprägsamen Bildes. Wir sehen den Himmel in glühenden Farben, bevor die Nacht hereinbricht. Brauchst Du Motivation, um eine Situation oder eine Person aus Deinen Gedanken zu entlassen, hilft ein Bild vor Deinem inneren Auge. Es fungiert als eine Art Ritual, um den Befreiungsprozess zu zelebrieren.

5. „Ohne die Annahme der eigenen Grenzen ist kein Loslassen möglich.“

Ernst Ferstl, ein österreichischer Lehrer und Dichter, beschäftigte sich lange Zeit mit dem Loslassen. Er kam zu dem Ergebnis, dass es mit körperlichen und geistigen Grenzen einhergeht. Wir lassen eine Situation oder einen Gedanken los, weil sie unserer Gesundheit nicht guttun. Halten wir beispielsweise an Selbstzweifeln fest, grübeln wir über unser Verhalten in einer vergangenen Situation. Wir hadern mit uns und beginnen, unsere Schwächen zu fokussieren und die Stärken aus dem Blick zu verlieren.

Des Weiteren beeinträchtigt es unser seelisches Wohlbefinden, wenn wir an einer verflossenen Liebe festhalten. Glauben Menschen, dass sie keine geistigen oder körperlichen Grenzen aufweisen, übersehen sie diese negativen Effekte. Sie halten weiterhin stur an einem Glauben oder der Vergangenheit fest. In der Folge übersehen sie neue Wege und Möglichkeiten. Wünschst Du Dir, eine Situation loslassen zu können, konzentrierst Du Dich auf Dein Inneres. Mache Dir klar, dass Deine Seele nicht grenzenlos verwundbar ist. Indem Du mit einem Ereignis abschließt, gönnst Du Dir Ruhe und Erholung.

6. „Loslassen ist die Kunst, Vergangenes zur Ruhe zu betten und der Zukunft freien Raum zur Gestaltung zu überlassen.“

Helga Schäferling, eine deutsche Sozialpädagogin, zeigt mit ihren Worten das Potenzial des Loslassens auf. Es ermöglicht es uns, die Vergangenheit hinter uns zu lassen und uns Neuem zuzuwenden. Erkennst Du, dass Dir eine Situation nicht guttut, akzeptierst Du sie als Teil Deines Lebens. Versuche nicht weiter, sie zu hinterfragen oder mit Deinen Entscheidungen zu hadern. Schaust Du nach vorn, offenbaren sich neue Lösungswege. Du erhältst neue Energie und Lebensmut.

Obgleich der Prozess des Loslassens schmerzlich ausfallen kann, handelt es sich um eine reine Kopfsache. Du brauchst die Motivation, Dich der Vergangenheit zu stellen. Dieser Anpassungsprozess des Geistes gibt Dir Mut und Kraft, Neues zuzulassen. Das sagt auch die deutsche Aphoristikerin und Idealistin Sigrun Hopfensprenger in einem ihrer bedeutendsten Zitate über das Loslassen:

7. „Loslassen bedeutet Abschiednehmen können. Sich von seinen eigenen Ansichten von Zeit zu Zeit schmerzfrei verabschieden zu können, führt zur inneren Freiheit und eine Vielzahl von Freiheiten summiert sich am Ende zur Weisheit.“

Eignest Du Dir die Fähigkeit, loszulassen, an, stärkst Du Deinen Geist. Du erhältst die Möglichkeit, ihn für neues Erleben und Entdecken zu entfalten. Dementsprechend ist es weise, die Vergangenheit oder eigene Glaubenssätze hinter sich zu lassen.

 

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Karina Wohlleben
Karina Wohlleben
Karina Wohlleben ist Soziologin und und Mutter. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Menschen bei der Persönlichkeitsentwicklung. Für unser Portal schreibt sie fachliche Artikel rund um Psychologie und Persönlichkeit.

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